Nachdem wir alles storniert und uns nach dem Frust wieder neu sortiert haben, erkunden wir die Nordinsel erst einmal weiter und starten genau dort, wo es am spektakulärsten ist:
Rotorua ist der Inbegriff von heißen Quellen, Thermalbädern und Geysiren. Die Stadt stinkt nach Schwefel und ist trotzdem wunderschön. Wir haben zudem eine tolle Unterkunft in einem AirBnB auf einem Bauernhof mit lieben Tieren. Die fehlen uns nämlich schon sehr.
Auf der Südinsel wollten wir im Abel Tasman Nationalpark toll wandern - hierfür haben wir Ersatz auf der Nordinsel gefunden und machen eine super abwechslungsreiche Wanderung rund um die Karangahake Schlucht mit Fluss und Wasserfall.
Durch Zufall entdecken wir auch einen einzigen Touren-Anbieter, der Schwimmen mit Meeressäugern im Programm hat. Es war etwas schwierig mit diesem Anbieter in Kontakt zu treten. Aber irgendwie schaffen wir es mit einer kleinen Gruppe gemeinsam Whale Island anzusteuern. Dort lebt eine Kolonie friedlicher Pelzrobben... Kaum haben wir geankert und sind im Wasser, löst sich der eine oder andere von seiner Sonnenbank und schwimmt auf uns zu und taucht unter uns durch. Wir beäugen uns gegenseitig - diese eleganten Schwimmer und wir mit unseren Plastikflossen. Niemand weiß, wer sich mehr darüber freut.
Unsere anschließende Unterkunft entschädigt uns ebenfalls für vieles: Wir wohnen auf einer Anhöhe mit Blick auf Felder und Wälder in einem Haus in Form einer Jurte. Von hier können wir in einem Fluss völlig einsam schwimmen gehen und auch die Wanderung hier, die durch einen Tunnel führt, ist grandios.
Als letzte Station auf der Nordinsel finden wir uns auf der Coromandel Halbinsel ein und können hier nicht nur am Cathedral Cove, einem super tollen Strand mit grandiosen Felsformationen, schwimmen gehen. Auf dem Weg durch den Kathedrale-Bogen, den man nur bei Ebbe passieren kann, sehen wir plötzlich ein kleines sich putzendes Etwas in einer Felsnische: Ein Zwerg-Pinguin!!! Wahnsinnig selten lassen sich diese kleinsten Pinguine der Welt tagsüber sehen. Wir sind mega gerührt, welch Glück wir doch haben.
Unseren letzten Tag verbringen wir am Hot-Water-Beach. Wären wir auf die Südinsel gefahren, hätten wir auch dieses Vergnügen versäumt. Hier kann man nämlich seinen ganz persönlichen kleinen Thermal-Pool erbuddeln, bis dass die Flut einen daraus vertreibt.
Trotz aller Widrigkeiten ist es doch gekommen wie gehofft - es ist nicht nur besser geworden sondern gut. Und das, obwohl es noch nicht das Ende ist ☺️